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Reisebericht: Große Schottland-Rundreise

Große Schottland-Rundreise
Tourdaten

Kilometer | Tage | Höhenmeter

Map

Keine GPS Daten vorhanden

Tag 1

Newcastle - Edinburgh (ca. 200 km)

Nach unserer Ankunft in England starten wir unsere erste Tagesetappe auf zwei Rädern Richtung Norden. In aller Ruhe können wir uns heute auf den britischen Linksverkehr einstellen. Zwischen dem Northumberland Nationalpark und der Nordsee fahren wir zur Südgrenze Schottlands. Der weitere Weg führt uns überwiegend entlang der Küste und die ersten Eindrücke lassen erahnen, was in den nächsten Tagen folgen wird. Das heutige Tourenziel ist nach etwa 200 km Schottlands Hauptstadt Edinburgh und wir genießen den abendlichen Stadtbummel rund um das Castle, den Grassmarket und die Princes Street.

Devil’s Elbow

Devil’s Elbow

Edinburgh

Edinburgh

Tag 2

Durch die Cairngorm Mountains nach Invernessca. (ca. 340 km)

Am nächsten Morgen überqueren wir den Firth of Forth über die gigantische Hängebrücke und verlassen danach sofort die Hauptstraße. Unser Weg führt uns Richtung Norden ins Herz Schottlands, die Cairngorm Mountains. Wir passieren den Ben Macdhui, den mit 1309 Metern höchsten Berg der Cairngorms am "Devil´s Elbow" natürlich nicht ohne mehrere Fotostopps. Vorbei an einem der wenigen schottischen Skigebiete geht es anschließend wie auf einer Achterbahn hinunter auf Meereshöhe. Bis wir in Inverness, der heimlichen Hauptstadt der Highlands ankommen, haben wir einige Routine im Umgang mit den landestypischen Single Track Roads gesammelt.

Loch Eriboll

Loch Eriboll

Bergland

Bergland

Tag 3

Nessie und der Whisky (ca. 110 km)

Der heutige Tag gehört Nessie und dem „Malt Whisky“. Der größte Touristenmagnet der Gegend ist natürlich der Loch Ness mit dem sagenhaften Seeungeheuer. Und natürlich machen auch wir eine Bootstour mit Loch Ness Cruises über den 37 km langen und bis zu 230 m tiefen See. Eine Stunde halten wir Ausschau nach dem Ungeheuer – leider erfolglos. Weiter geht es entlang am Seeufer und durch die Highlands zurück zu unserem Hotel. Am Nachmittag nehmen wir statt der Bikes lieber unseren Shuttlebus nach Muir of Ord. Denn wir besichtigen die Glen Ord Whisky Distillery und lassen uns in die Geheimnisse der Whiskybrennerei einführen. Natürlich bleibt es nicht bei der Theorie und

Tag 4

An die Nordküste zum Whale Watching (ca. 290 km)

Heute führt uns eine anspruchsvolle Strecke an die Nordküste Schottlands. Nachdem wir Inverness und die Black Isle hinter uns gelassen haben, wird es richtig einsam. Das Bergland ist extrem dünn besiedelt. Die bizarre Landschaft und die raue Natur hier in den Upper Highlands sind ein besonderes Erlebnis. Ein beeindruckendes Wolkenspiel rundet die perfekte Highland-Szenerie ab. Nach der Mittagspause und vielen Kilometern auf Single Track Roads sind wir mitten im Nirgendwo. Autoverkehr? Fehlanzeige. Nur einige Schafe und Rehe kreuzen unseren Weg, dem Atlantik entgegen. Wir erreichen die Küste in Thurso, staunen, tanken und nehmen begeistert die kurvenreichen 50 km Küstenstraße zum Tagesfinale in Bettyhill in Angriff.

Hadrian’s Wall

Hadrian’s Wall

Tag 5

Entlang der Küste Richtung Südwest (ca. 390 km)

Bis Durness, dem nördlichsten Punkt der Reise, folgen wir am nächsten Morgen der Nordküste und umrunden den schönsten Fjord der schottischen Nordküste, den Loch Eriboll. Danach gehen wir auf Südkurs. Außer freilaufenden Schafen und Hochlandrindern begegnen uns immer wieder Motorradfahrer aus aller Welt. Die Westküste empfängt uns stürmisch: Der heftige Westwind fordert unsere Aufmerksamkeit ebenso wie das liebe Vieh und die dramatische Landschaft. In Ullapool füllen wir unsere Tanks und weiter geht es Richtung der Gairloch Halbinsel, dem botanischen Garten Schottlands. Der Golfstrom sorgt hier mit seiner Wärme für ungewöhnlich üppige und vielfältige Vegetation. (Tipp für einen Zwischenstopp: der botanische Garten von Inverewe (https://www.nts.org.uk/Visit/Inverewe/) Was danach folgt, ist echtes Kontrastprogramm: Die kahlen Gipfel um den wunderschönen Loch Maree erinnern tatsächlich ein wenig an Szenerien, die man aus dem Grand Canyon in Amerika kennt.Schließlich überwinden wir den letzten Minipass der heutigen Strecke ehe wir kurz vor Kyle of Lochalsh in der Ferne unser Etappenziel entdecken: die Isle of Skye.

Tag 6

Isle of Skye (ca. 290 km)

Bevor wir über den weitgespannten Bogen der Skye Bridge auf die Insel fahren, legen wir noch einen Stopp am Eilean Donan Castle ein. Die Burg dürfte – zu Recht – eines der meistfotografierten Schottland-Motive sein. Vor allem seit dort die ersten Szenen des Films „Highlander“ gedreht wurden. Auf der Isle of Skye besuchen wir die Inselhauptstadt Portree und umrunden den landschaftlich schönsten Teil im Südwesten der Insel wo die höchsten Gipfel fast die Tausend-Meter-Marke erreichen. Weiter Richtung Norden, vorbei an gut gefüllten Wasserfällen führt uns die Straße zum Dunvegan Castle. Das gepflegte Anwesen mit seinen großen Gärten wird seit dem 13. Jahrhundert durchgehend vom Clanchief der MacLeods bewohnt. Trotzdem kann das Schloss besichtigt werden. Gegen 13 Pfund gewähren die „Ahnen des Highlanders“ Einlass. Weiter geht es über liebliche Wiesen und entlang dramatischer Felsküsten bis zur Nordspitze der Insel. „Hier“ zu stehen und "Jetzt" angekommen zu sein und die atemberaubenden Ausblicke zu genießen, ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Glenfinnan Viaduct

Glenfinnan Viaduct

Tag 7

Über Fort William und Loch Lomond nach Glasgow (ca. 370 km)

Wir starten zu früher Stunde und verlassen Skye im Hafen von Armadale. Die erste Fähre des Tages bringt uns in einer etwa 45-minütigen „Minikreuzfahrt“ nach Mallaig. Von dort geht es südwärts über den kurvigen Coastal Way bis wir die A830 erreichen. Sie führt uns direkt in das sehenswerte Städtchen Fort William. Vorher nehmen wir uns die Zeit für einen Fotostopp am Glenfinnan Viaduct, eine berühmte Eisenbahnbrücke, die auch in den Harry-Potter-Filmen auftaucht, wenn die Zauberlehrlinge mit dem Hogwarts-Express ins nächste Schuljahr dampfen. In Fort William selbst bestaunen wir noch ein technisches Meisterwerk: Neptune's Staircase, die Schleusenanlage mit acht wie Treppenstufen hintereinanderliegenden Schleusenbecken am Eingang des Caledonian Canal.

Nach einer leckeren Mittagspause in einem der typischen Food Läden in der hübschen Fußgängerzone und einem Besuch im kostenfreien Highland Museum, cruisen wir zunächst am Loch Linnhe entlang und dann landeinwärts bis zum Loch Lomond Nationalpark. An dessen südlichem Ende nimmt der Verkehr deutlich zu. Klar, wir nähern uns der größten Stadt Schottlands. Im Gewirr der Einbahnstraßen Glasgows kämpfen wir uns mit Navi-Hilfe durch den Stadtverkehr zum Hotel. Den Abend nutzen wir für einen Bummel durch das lebhafte Zentrum der Metropole.

Southerness Lighthouse

Southerness Lighthouse

Tag 8

Durch Galloway zum Lake District (ca. 320 km)

Wir verlassen Glasgow über die Autobahn M77 Richtung Ayr. Kurz vor der Küste biegen wir Richtung Süden in die Berge des Galloway Forest Park ab. Das zweite Frühstück nehmen wir in einer landestypischen Bakery in Castle Douglas ein. Bestens versorgt folgen wir kleinen Straßen zum Solway Firth. Der Leuchturm Southerness Lighthouse in einem der südlichsten Badeorte Schottlands liefert bei herrlichem Sonnenschein und Ebbe ein perfektes Fotomotiv. Weiter geht es durch New Abbey, das 2012 zum schönsten Dorf Schottlands gekürt wurde, über den Coastal Way nach Gretna Green. Hier steht das alte Zollhaus, das gleichzeitig das südlichste Haus Schottland ist. Wir passieren die grüne Grenze und umfahren das Städtchen Carlisle bis Silloth. Hier werfen wir einen letzten Blick zurück über den Fjord nach Schottland. Das letzte Teilstück des Tages bringt uns auf perfekten Motorradstrecken in den Lake District National Park und ins Ravenstone Manor Hotel, ein altes Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert mit herrlichem Ausblick auf die Berge des Lake Districts.

Tag 9

Zurück zur Fähre (ca. 160 km)

Ein letzter Tag in England und die letzten Kilometer mit Linksverkehr führen uns über den Hartside Cross, wo wir einen Stopp am kultigen Bikertreff im Lake District einlegen. Entlang des Hadrian‘s Wall geht es weiter ostwärts Richtung Newcastle und zum DFDS-Fähr-Terminal

  • Text: Manuela Wollny
  • Fotos: Almoto, Marten Suhre, VisitScotland
DFDS
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