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Italien: Trentino – Highlights im Westen Motorrad Tour

[image: Italien: Trentino – Highlights im Westen]
[IMAGE: Tourdaten]

Kilometer | Tage | Höhenmeter

[image: Map]

Das Beste zum Schluss

Ob diese Runde die schönste oder gar kurvenreichste Motorradtour des Trentino ist, darüber mag man heftig diskutieren. Zu unterschiedlich sind beide Flügel des Schmetterlings, als dass man sie – und damit auch die vorhergehenden Touren – so einfach miteinander vergleichen könnte. Dennoch: Diese letzte tagesfüllende Runde kombiniert die Höhepunkte des westlichen Trentino perfekt miteinander, sie zeigt uns die immense Vielfalt der Landschaft ebenso, wie die höchst unterschiedlichen, immer erlebenswerten Orte und Städte. Hier die Quirligkeit der Provinzhauptstadt, dort die erhabene Ruhe eines Bergdorfes frei von Überholspuren und Hektik. Ganz gleich, ob sie die schönste oder kurvenreichste aller Trentino-Touren sein mag, für mich ist diese Runde bei jedem Besuch absolute Pflicht. Auf geht’s – darf ich bitten zum Kurventanz?

[image: Italien: Trentino – Highlights im Westen]

Wenn Biker Straßen planen …

Nach Westen geht es diesmal aus Trento hinaus, wir überqueren den gewaltigen Etsch und unterqueren die ebenso gewaltige Autobahntrasse und folgen den Wegweisern nach Sardagna. Und jetzt bitte wieder einmal Knie an den Tank: 43 Spitzkehren auf gut 35 km Streckenlänge gilt es zu erobern. Ich wette, derartige Straßenverhältnisse haben auch Sie in Ihrem Bikerleben noch höchst selten erlebt. Die Erbauer der Straße von Sardagna hinauf in den Weiler Lasino müssen Motorradfahrer aus Leidenschaft gewesen sein, da bin ich mir sicher.

Und keine Sorge, in Lasino selbst bzw. wenige Kilometer – oder sollte ich besser sagen: Kurven – weiter am idyllischen Lago di Toblino können wir unserem rotierenden Gleichgewichtssinn eine ausgiebige Verschnaufpause gönnen. Denn das war ja in puncto Kehren wahrlich noch nicht alles!

Der Toblinosee ist das Highlight am Ende des Sarcatales, er entstand durch Erosion und Ablagerungen, die vom Fluss Sarca im Laufe der Zeit ins Tal befördert wurden. Der See gilt als der romantischste im ganzen Trentino und zweifellos zieht sein postkartengleicher Anblick verziert mit Hügeln, Wäldern, Wein- und Obstgärten jeden in seinen Bann. Das Klima um den See ist derart mild, dass sogar Zitronen und Oliven hier mehr als prächtig gedeihen. Und dem noch nicht genug, erhebt sich auf einer Halbinsel im See das mittelalterliche Wahrzeichen der Region: das Castel Toblino, ein turmverziertes Wasserschloss aus dem 12. Jahrhundert. Heutzutage beherbergt es übrigens ein renommiertes Restaurant und wenngleich es an diesem Tag für eine kräftige Stärkung noch zu früh sein mag, so nehmen Sie sich die Zeit für einen Cappuccino oder Caffe doppio auf der Sonnenterrasse und genießen Sie dabei die herrliche Aussicht.

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Fahrt zu den Thermen von Comano

Schauen Sie aber ab und zu auch kurz auf die Mopeduhr, denn noch wartet so manches trentinische Highlight auf uns. Im Örtchen Sarche verlassen wir die SS45 und zweigen rechts ab in das atemberaubend enge Sarcatal. Eingerahmt vom Fluss und beinahe himmelhohen Felswänden erklimmen wir in 6 weiteren Spitzkehren die Hochebene rund um Ponte delle Arche. Seinen Namen verdankt der Ort einer Drei-Bogen-Brücke, „Ponte delle tre arche”, die einst den nahen Fluss Sarca überquerte. Ein Spazierweg führt heute durch einen weitläufigen Park bis zu den bekannten Thermen von Comano, deren Quellwasser vor allem bei Hautkrankheiten Linderung bringen soll.

Über Stenico, Andogno und San Lorenzo in Banale nähern wir uns dem nächsten Bergsee und zudem unserem ersten Pass des Tages. Der auf gut 900 m Höhe gelegene See ist bis zu geheimnisvollen 120 Metern tief, malerisch eingerahmt von den Felsengipfeln der Brenta. Im Ort Molveno ticken auch unsere Mopeduhren umgehend einen Schlag gemütlicher, hier ist Hektik wahrlich ein Fremdwort. Zwischen Molveno und Andalo passieren wir dann den Andalosattel auf 1.050 Höhenmeter, allerdings so unscheinbar, dass Sie sich nicht zürnen müssen, falls Sie den Sattel ebenfalls einmal übersehen. Willkommen im Club, sage ich nur!

[image: Italien: Trentino – Highlights im Westen]

Durchquerung des Etschtals

Das Bergdorf Andalo selbst ist ein blitzsauberer Touristenort mit zahlreichen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, der einen kurzen Boxenstopp allemal lohnt. Dann lassen wir dem Motorrad „die Zügel lang“ und wedeln durch ein herrliches Kurven- und Kehrenensemble über Fai della Paganella nach Mezzolombardo am Westufer des Etschtales. Bereits Römer, Langobarden, Franken und Habsburger fühlten sich hier besonders wohl, kein Wunder bei dieser Lage. Eben jenes Etschtal gilt es nun zu queren, da unsere Tour am Osthang des Tales seine Fortsetzung findet.

Gleich hinter San Michele all‘ Adige verschwindet die Brennerautobahn in unseren Rückspiegeln und es kehrt wieder Ruhe ein. Gerade rechtzeitig, denn das vor uns liegende Kurvenparadies verlangt volle Konzentration. Über die Weiler Faedo, Pineta, Masen, Ville und Palu erreichen wir Lavis zu Füßen der gewaltigen Felsenwand des Paganella-Massivs. Der Ort ist ein wichtiger Transitknoten des Etschtales, dementsprechend verkehrsreich auch sein Zentrum.

[image: Italien: Trentino – Highlights im Westen]

Langobarden irrten nie

Ist der Tourentag inzwischen fortgeschritten, liegt unser Ausgangsort Trento via Gardolo und SS12 nur noch einen Katzensprung von uns entfernt. Haben Sie dagegen noch Lust und Zeit für eine letzte satte Portion Schräglage, dann folgen Sie in Lavis der Beschilderung nach Meano und Albiano. Innerhalb weniger Meter gehen Verkehr und Lärm gegen Null und die erlebenswerte Andersartigkeit des Trentino fängt uns wieder ein. Aber ich hatte Ihnen ja auch ein feines Kontrastprogramm versprochen – oder nicht?!

Wenige Kilometer östlich von Albiano schließt übrigens unsere Badeparadiese Tour nahtlos an und lässt sich perfekt kombinieren. Wir aber genießen heute die letzten Kurven und Kehren dieses Tourentages, bevor unsere Reise dann in Trentos Zentrum genüsslich Endet.

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Der Gardasee

Er liegt gerade einmal 20 km südlich unseres Zwischenstopps Sarche und ist immerhin der größte See Italiens. Er ist der See, den jeder Deutsche kennt und den viele von uns im Sommer ganz automatisch weiträumig umfahren. Dann, wenn man vor lauter Surfern, Extra-Tipp: Der Gardasee Seglern, Ruder- und Tretbootfahrern trockenen Fußes von einem zum anderen Ufer gelangen könnte. Aber außerhalb der Hauptsaison zählt der Gardasee zu den wohl schönsten Reisezielen, die wir Biker uns in Norditalien aussuchen können.

Nicht nur seine Uferstraße ist ein Pflichttermin in Bikers Lebens-Roadbook, ja ein echtes Erlebnis. Auch die zahlreichen Stichstraßen hinauf in die Berge sind Pflicht & Kür zugleich für jeden Motorradfahrer. So wie z. B. die Monte Baldo Höhenstraße, die „Strada Panoramica del Monte Baldo“. Diese gut 60 km lange Piste verwöhnt jeden Besucher mit tollen Kurven und atemberaubenden Ausblicken. Sie hat ihren Scheitelpunkt auf ca. 1.620 Höhenmeter und gehört zu den echten Geheimtipps unter allen Alpenrouten. Viele Tage im Jahr haben wir diese Strecke wohl für uns allein, nur zur Sommerferienzeit tummeln sich gerne auch die Norditaliener auf diesem dann nicht mehr Geheimtipp.

Weiteres Tourenmaterial

GPS-Daten und PDF-Downloads finden Sie auf der Desktop-Ansicht dieser Seite. 

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