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Italien: Trentino – Südliche Dolomiten Motorrad Tour

[IMAGE: Italien: Trentino – Südliche Dolomiten Motorrad Tour]
[IMAGE: Tourdaten]

Kilometer | Tage | Höhenmeter

[image: Map]

Alternative zu den Touristen-überfüllten nördlichen Dolomiten

Sie führen nicht ganz so hoch hinaus, sie sind nicht ganz so spektakulär, doch vor allem sind sie ein bislang sträflich vernachlässigtes Motorradparadies: Die südlichen Dolomiten im Grenzland zwischen den Provinzen Trentino-Südtirol und Venetien. Doch für die Kenner der Region um den Passo di Rolle und Passo di Valles sind sie eine prächtige Alternative vor allem dann, wenn sich in den nördlichen Dolomiten rund um das Sellajoch die Touristen und Wohnmobile stapeln – also zum Beispiel im italienischen Reisemonat August. Die Region, in der unsere folgende Rundtour spielt, bietet eine enorm vielfältige Abwechslung kombiniert mit ungezählten Kurven und Kehren. Lassen Sie uns starten im verträumten Bergdorf San Martino di Castrozza auf erholsamen 1.500 Höhenmetern gelegen im idyllischen Primierotal. Nur einen Steinwurf vom südlichen Ortsschild entfernt liegt besagter Passo di Rolle, den wir uns allerdings erst als krönenden Abschluss des heutigen Tourentages genehmigen werden.

Belluno

Mächtig stolz ist man in Belluno nicht nur auf die Tatsache, dass mit Gregor XVI. und Johannes Paul I. gleich zwei Söhne der Stadt zu Päpsten ernannt wurden. Auch die Lage am Fuß der Dolomiten macht sie wohl so einzigartig, wie ihr Panorama. Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. siedelten hier die Kelten, die der späteren Stadt ihren Namen gaben, die Römer machten „belo-donum“ zur Reichsstadt Bellunum. Die Germanen schnappten sich die Stadt ebenso, wie 1797 Napoleon. Ihm folgten die Österreicher, nach dem Ersten Weltkrieg und der Annexion Südtirols entstand daraus zusammen mit Cortina d’Ampezzo die italienische Provinz Belluno. Doch nicht nur diese reiche Geschichte war es, die Belluno 1999 immerhin zur „Alpenstadt des Jahres“ kürte. Ausschlaggebend hierfür war auch eine perfekte Symbiose aus Natur und Großstadt, aus Ruhe und Quirligkeit, die das sehenswerte Belluno auszeichnet.

Motorradfahrt quer durch den Naturpark

Zunächst einmal geht es nach Norden aus dem Ort hinaus. Und bereits die letzten Häuser von San Martino di Castrozza liegen inmitten der ersten waschechten Spitzkehren dieses Tourentages. Wenn das kein verheißungsvoller Anfang ist! Satte dreißig (!) vor uns liegende Kehren führen durch den uns umgebenden Naturpark „Paneveggio Pale di San Martino“ hinauf zum Ostufer des Lago di Paneveggio. Der Naturpark umfasst mit einer Gesamtfläche von gut 200 qkm drei der wichtigsten Landschaftsformen der Dolomiten: den großen Fichtenwald, das Dolomitenmassiv Pale di San Martino, das sich im Osten bis zur Region Venetien erstreckt und den östlichen Teil der Lagorai-Felsengipfel. Der linker Hand tief in bewaldeten Hügeln versteckte Stausee Lago di Paneveggio ist ein beliebtes Ausflugs- und Anglerparadies, machen Sie unbedingt an seinem Ufer kurz Rast und genießen Sie den Ausblick.

[IMAGE: Italien: Trentino – Südliche Dolomiten Motorrad Tour]

Mit dem Bike dem Himmel ganz nah

Anschließend trägt uns die Landstraße SP81 Richtung Osten schräglagenreich hinauf zum Passo di Valles auf immerhin 2.030 m Höhe. Überall entlang der Strecke hat die Verwaltung des Naturparks gut ausgestattete Picknickplätze anlegen lassen, ein wahres Paradies für einen genüsslichen Boxenstopp inmitten der erhabenen Natur der südlichen Dolomiten. Kurz vor der Passhöhe erreichen wir die Baumgrenze, vorbei an einer bewirtschafteten Alm geht es in gut ausgebauten Serpentinen hinauf zum Scheitelpunkt des Passo di Valles mit kleiner Kapelle und Berggasthaus. Das Beste allerdings ist der traumhafte Blick hinüber zu den Felsgipfeln des Passo Rolle sowie der Monte Civetta. Unbedingt anhalten, Helm absetzen, durchatmen und eine Runde Rundumschauen. Es lohnt sich.

So wie die neun Spitzkehren, die uns anschließend hinab in das Bergdorf Falcade führen. Ach ja: Bei Bedarf zweigt kurz vor dem Ort der erste Abstecher dieser Runde links ab.

In gemütlicher Kurvenhatz huschen wir sodann durch dichte Wälder nach Cencenighe Agordino, einem eher verträumten Bergdorf, in dem linker Hand die Straße nach Alleghe abzweigt. Sie erinnern sich an unseren Extratipp aus Dolomiten-Legenden Tour 1?

Eine perfekte Kombinationsmöglichkeit bietet sich hier an. Eine bunte Häuserfassade, eine gewaltige Kirche und imposante Felsengipfel im Hintergrund – das Panorama von Agordo wenige Kilometer weiter entspricht haargenau dem eines typischen norditalienischen Dolomitenstädtchens, in dem das Leben noch niemals überlaut „brummte“. Aber gerade das macht vielleicht auch seinen Reiz aus. Bei Bedarf steht hier ein weiterer Abstecher hinauf zum Passo Duran auf 1.600 m Höhe bereit.

Agordo ist für uns heute der Start in eine Kurvenstrecke, die uns in weitem Bogen zunächst in den Dunstkreis von Belluno sowie über den malerischen Lago del Mis im „Parco delle Dolomiti Bellunesi“ ganz allmählich wieder retour zu unserem Ausgangspunkt führen wird. Im Örtchen Mas vor den Toren Bellunos mit weitem Blick auf das gewaltige Tal des Piave heißt es für uns an diesem Tag, nach Norden abzuzweigen, Richtung Mis und seinem malerischen gleichnamigen See. Der Stausee bietet von seiner am Ufer entlang führenden Straße herrliche Ausblicke auf die Gipfel der Sonnenberge, der „Monti del Sole“, dem wilden, ursprünglichen Herz des Naturparks. Wanderwege führen auf die umliegenden Höhen, Wasserfälle münden im See und nette Pausenplätze erlauben uns, eine satte Portion dieser Idylle in uns aufzusaugen. Oder auch fotografisch für immer zu verewigen.

[IMAGE: Italien: Trentino – Südliche Dolomiten Motorrad Tour]

Neuland gilt es zu „erfahren“

Und vielleicht auch einen Moment lang zu verschnaufen, denn das vor uns liegende Kurvengemenge verlangt volle Konzentration. Über Tiser, Rivamonte und Frassene erobern wir den Forcella Aurine auf gut 1.300 m Höhe, der gemeinsam mit dem im weiteren Verlauf folgenden Passo di Cereda (1.370 m) zu den wohl unbekanntesten aller Dolomitenpässe zählt. Oder haben Sie schon einmal von den beiden gehört?

Durch beschauliche Weiler und winzige Bergdörfer steigt unsere wenig befahrene Straße, teilweise sehr schmale Straße bergan, beide Passhöhen sind im Grunde wenig spektakulär, dafür eingebettet in nahezu unberührter Natur. Ach ja: Und natürlich garniert mit einigen Einkehrmöglichkeiten. Das ist ja auch gut so.

In Transacqua begrüßt uns dann wieder das pralle Hier & Heute, das beliebte Urlaubsstädtchen besitzt eine gute touristische Infrastruktur, die Leib & Seele erfrischt. Nach einem Boxenstopp oder kleinen Rundgang nehmen wir dann entweder Abstecher Nr. 3 oder den letzten Pass für heute zwischen unsere Lenkerenden – den Passo di Rolle.

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Ein Sundowner als Aperitif

Der Rollepass mit seinen gut 2.000 Höhenmetern erlangte – noch lange bevor er in das Visier kurvensuchender italienischer Motorradfahrer geriet – eher traurige Berühmtheit als Teil der Hauptkampflinien des Ersten Weltkrieges. Doch diese Tage sind lang schon Vergangenheit, heute heißt es, den Passo di Rolle in vollen Zügen zu genießen. Dies umso mehr, als uns die Passstraße – übrigens eine der ältesten Routen in den Dolomiten - kurvenreich durch das Herz des traumhaft schönen „Parco Naturale Paneveggio Pale di San Martino“ führt. Die Passhöhe selbst ist Marke „unscheinbar“, aber um das leibliche Wohl können wir uns ja wenige Kilometer weiter in unserem Ausgangsort kümmern. Jetzt heißt es erst einmal, nach einem langen Tourentag den Ausblick hier oben am Rollepass zu genießen. Vielleicht geht ja soeben gerade die Sonne unter, dann gibt es sozusagen als Aperitif für die abendlichen Genüsse in Pizza & Pasta – Land einen prächtigen Sundowner. Echt lecker …

Abstecher Nr. 1:

Passo di San Pellegrino auf 1.920 m. Hier soll das Quellgebiet eines der bekanntesten Mineralwasser der Welt liegen.

Abstecher Nr. 2:

Passo Duran, der – wenn man es genau nimmt – sogar noch einen weiteren Scheitelpunkt beinhaltet: Den vorgelagerten Forcella Franche auf gut 1.000 m.

Abstecher Nr. 3:

Passo di Gobbera auf gut 1.000 Höhenmetern – nicht schwierig, nicht übermächtig, einfach nur purer Fahrgenuss.

Weiteres Tourenmaterial

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