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Österreich – Italien Motorrad Tour

[image: Österreich – Italien]
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Kilometer | Tage | Höhenmeter

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Alpenrunde mit österreichischen und italienischen Pässe-Highlights

Das Ötztal ist unsere Ausgangsregion für diese Alpenrunde mit österreichischen und italienischen Pässe-Highlights. Wir rollen gemütlich durch das 65 km lange Seitental des Inntals in Tirol, das vor allem durch seine hochkarätigen Wintersportorte Sölden und Obergurgl bekannt ist. Beim Motorradfahrer ist das „Ötz“ aus einem völlig anderen Grund sehr beliebt – das Ötztal ist die Zufahrt zum Timmelsjoch, und damit einem der faszinierendsten Pässe in den Alpen. Etwas Erfahrung sollte man bei der 2.509 m hohen Bergüberquerung allerdings mitbringen, denn sobald das österreichische Timmelsjoch zum italienischen Passo Rombo geworden ist, wird die Alpenstraße enger und holpriger. Wir genießen den Serpentinen- und Schräglagenspaß, ohne dabei auf Blicke in die teils skurrile Gesteinslandschaft zu verzichten. Nur vier bis fünf Monate im Jahr ist die mautpflichtige Bergstraße für den Verkehr freigegeben, ansonsten lassen schnell wechselnde Schnee- und Windverhältnisse keine Daueröffnung zu.

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Möglichkeit für Zwischenstopp beim Ötzi

Unsere nächste „Herausforderung“ heißt Jaufenpass, und der soll uns nach der Durchfahrt von St. Leonhard wieder über die 2.000er Grenze katapultieren. Nach der bereits geleisteten Kurvenarbeit vom Timmelsjoch ersetzen die steilen Spitzkehren und die zahlreichen Serpentinen den Besuch im Fitnessstudio. Als wir dann nach 38 km Armarbeit in Sterzing „Due Espressi“ bestellen, sind wir endgültig in Italien angekommen. Unser erster Kulturstopp soll Meran sein. Mit dem 2.094 m hohen Penser Joch, dem faszinierenden Sarntal und einem Kurventanz auf einer Nebenstrecke durchs Etschtal hat uns die Natur traumhafte Hindernisse in den Weg gebaut, der Architekt muss Biker gewesen sein. Für einen Besuch der Landeshauptstadt Südtirols, Bozen, bleibt heute leider keine Zeit. Wer aber z.B. gerne einmal den bekannten „Ötzi“ sehen möchte, sollte einen Besuch im dortigen Südtiroler Archäologiemuseum einplanen.

[image: Österreich – Italien]
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Mit dem Motorrad Richtung Gardasee

Wir hingegen fahren wenig später in Meran ein, das uns sofort mit seinem mediterranen Flair beeindruckt. Meran blickt auf eine lange Tradition als Kur- und mondäner Tourismusort zurück. Dies wird nicht nur an beeindruckenden Gebäuden wie dem Kurhaus und dem Stadttheater deutlich, sondern auch am Outfit der Menschen. 300 Sonnentage im Jahr, windgeschützt im Talkessel liegend – hier lässt es sich aushalten. Zumindest so lange die Kohle reicht, stellen wir nach einem Blick auf die Preise der Speisekarten überrascht und leicht schockiert fest.

Dann lieber „bikerlike“ auf der Passhöhe Speisen und nette Benzingespräche führen. Genau das tun wir eine halbe Stunde später am Gampenjoch bei Südtiroler Schinken, Schüttelbrot und alkoholfreiem Weizen. Parallel zur Südtiroler Weinstraße treiben wir unsere Bikes dann in Richtung Gardasee, wo wir uns in Nago-Torbole ein Zimmer reserviert haben. Vorher besorgt uns allerdings der Monte Bondone noch eine nicht zu verachtende Nachmittagsbeschäftigung in Form einer Serpentinendichte, die man hier so nicht erwarten würde. So fahren wir dann mit einem grenzenlos unverschämten Grinsen unter dem Helm in unserem Bikerhotel ein.

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Von Pässen und Boxenstopps

Der oberitalienische Gardasee ist Italiens größter See. Für uns ist er gleichzeitig der Wendepunkt unserer Route, die uns heute noch einmal ganz hoch hinaus bringen soll. Dazu steigern sich Fahrspaß und Anspruch zunächst vom einfachen Passo Campo Carlo Magno, zum schon etwas mehr fordernden Passo Tonale, bis zum 42 km langen Abenteuer am Gaviapass. Der 2.618 m hohe Gavia ist ein Hammerpass, der neben Alpenerfahrung vor allem Schwindelfreiheit erfordert. Eine steile und schmale Fahrbahn, nicht gerade in bestem Straßenzustand, sorgen für Faszination beim Reiseenduristen, während Sportler nicht immer nur Beifall klatschen. Und so erreichen wir mit dem Gefühl, eine anstrengende Expedition hinter uns gebracht zu haben die Gemeinde Bormio, um nach dem Motto „Wer Gavia sagt, muss auch Stilfser Joch sagen“ die nächste Extremschippe draufzulegen. 48 lautet die Zahl, die gigantische Glücksgefühle oder unendlichen Frust erzeugen kann.

[image: Österreich – Italien]
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48 extreme Kehren sind nichts für „Kurven-kenne-ich-doch-schon-aus-dem-Spessart“-Alpeneinsteiger. Respekt ist angesagt, vor der Königsstrecke der Alpen. Als wir dann später am unweit entfernten Reschensee parken, bannen wir natürlich eines der meistfotografierten Motive der Alpen auf unseren Speicherchip – die versenkte Kirche. So manchem umstehenden Bikerkollegen sieht man die Strapazen der letzten 2 Pässe noch an, und mancher sieht der versenkten Kirche arg ähnlich. Über den 1.504 m hohen Reschenpass erreichen wir mit Österreich wieder unser Ausgangsland und tuckern entspannt, eingerahmt von unzähligen Zweitausendern, in Richtung Landeck. Bis es in Pfunds auf einmal heißt BOXENSTOPP. Mitten im Ort befindet sich mit der „Boxengasse“ ein neuer und extrem gut gemachter Bikertreff. Hier kommt sofort GP-Feeling auf, denn von den rot-weißen Reifenstapeln bis zu den Öflfass-Tischen und ausgewiesenen Motorradparkboxen stimmt alles. Bei einem leckeren Biker-Burger führen wir ein nettes Gespräch mit den Boxengassen-Betreibern, Walter Senn und Josef „Fuzzy“ Hackl, denen wir dann mit dem noch relativ jungen Bikerstopp viel Erfolg wünschen.

Unsere Runde neigt sich langsam dem Ende zu, und als wir auf der Piller Höhe die Bikes am höchsten Punkt stoppen, kommt schon ein bisschen Wehmut auf. Der fantastische Blick von hier ins Inntal wird sich ins Gedächtnis einbrennen, als Schlussbild einer traumhaften Tour.

[image: Österreich – Italien]

Bozen

Mit knapp über 100.000 Einwohnern ist Bozen die größte Stadt Südtirols. Sie wird zu den großen städtischen Zentren in den Alpen gerechnet. Nicht zuletzt durch die Bikulturität Südtirols gilt es als wichtiger Begegnungsort der österreichisch-deutschen und der italienischen Wirtschaft und Kultur. 2009 wurde die Stadt zur Alpenstadt des Jahres gekürt. Die Altstadt ist für den privaten Verkehr gesperrt und lädt zum Stadtbummel ein.

Gardasee

Der Gardasee liegt zwischen den Alpen und der Po-Ebene. Mit einer Länge von knapp über 50 km und einer Breite von bis zu 17 km ist er Italiens größter See. Das Erscheinungsbild wird von mediterranen Gewächsen wie Zypressen, Palmen und Olivenbäumen geprägt. Heiße Sommer und milde Winter prägen das Klima am hochtouristischen Gewässer, dessen Hotels und Restaurants in der Regel von März bis Oktober geöffnet haben. Im Juli und August sollte man mit dem Motorrad die Uferstraßen wegen des sehr hohen Verkehrsaufkommens meiden.

Boxengasse und Hotel „Sonne“

Die Boxengasse, ein Treffkonzept, das für Furore sorgen dürfte. Hier mit dem Bike einzufahren, es an der markierten Parkbox abzustellen und dann einen Biker-Burger im Fahrerlager zu genießen ist GP-Feeling pur. Aber auch das angeschlossene Bikerhotel „Sonne“ in Pfunds hat es in sich, denn hier ist alles auf Motorrad-Publikum ausgelegt. Nicht zuletzt dank des szenebekannten Josef „Fuzzy“ Hackl, dessen nie langweilig werdende Geschichten aus über 20-jähriger Tourguidetätigkeit immer wieder für glänzende Augen sorgen. Oder kennt ihr jemanden, der schon mit Peter Fonda unterwegs war?

Weiteres Tourenmaterial

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